Mikro-Wasserstrahlschneiden – Mit Präzision zu neunen Horizonten
Wasserstrahlschneiden galt zwar schon immer als umweltschonend und wirtschaftlich, doch bis vor Kurzem fehlten diesem innovativen Verfahren die Präzision und zuverlässige Reproduzierbarkeit. Waterjet AG, ein Unternehmen aus der Schweiz, hat inzwischen die Technologie des Mikrowasserstrahlschneidens entwickelt und perfektioniert. Mikro-Wasserstrahlschneiden ist ein Trennverfahren, das mit noch nie da gewesener Präzision überzeugt.
Exzellente Ergebnisse mit unterschiedlichen Materialien
Walter Maurer, der Gründer von Wasserjet AG, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Technologie des Wasserstrahlschneidens. Seine Firma stellt hochwertige und leistungsfähige Anlagen für internationale Kundschaft her. Doch immer öfter musste er die Auftragsanfragen ablehnen, denn seine Maschinen konnten die erforderliche Präzision nicht gewährleisten. Andererseits sind die Anforderungen an die Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Vorgänge in der modernen Industrie stark angestiegen. M. Maurer begann deswegen intensiv zu experimentieren und hat sich zum Ziel gesetzt, die bestehende Technik zu perfektionieren. Das Resultat – neuartige Mikrowaterjet-Anlagen, bei denen die Positionsgenauigkeit von unter einem Mikrometer erreicht wird. Das hohe Grad an Präzision verdanken die Anlagen dem außerordentlich stabilen Maschinenbett. Außerdem werden über die volle Länge Glasmaßstäbe installiert. Bahnbrechend ist der extra schmale Wasserstrahl, dessen Durchmesser lediglich 0,3 mm beträgt. Für die Optimierung der Ergebnisse wird dem Wasser zusätzlich feinkörniges Abrasiv zugesetzt. Bei Anlagen von Wasserjet AG wird mit kaltem Wasser geschnitten, daher führt dieses Trennverfahren zu keinen Veränderungen im Gefüge des Materials.
Mikrowasserstrahlschneiden eröffnet neue Anwendungsfelder
Das innovative Verfahren ermöglicht Schneiden von solchen Materialien, die für andere Trennverfahren nur bedingt oder gar nicht geeignet sind. Das sind in der ersten Linie nicht leitende und außerdem hitzeempfindliche Werkstoffe. Die Möglichkeit, solche Materialien wie Titan oder Keramikstoffe präzise zu schneiden, macht den Vorstoß in die Medizintechnikbranche wahrscheinlich, in der solche Materialien z.B. in der Orthopädie oder für Implantate verwendet werden.
Günstige Umgebung optimiert die Ergebnisse
Einige äußeren Bedingungen sind bei diesem innovativen Verfahren zu beachten, denn sie führen nachweislich zu besseren Ergebnissen. Dabei geht es um den Standort der Wasserstrahlschneidanlage mit einer möglichst konstanten Raumtemperatur, im Idealfall sind Werkräume mit einer Klimaanlage ausgestattet. Darüber hinaus ist stabile Temperatur im Schneidbecken (es wird nur unter Wasser geschnitten) von großer Bedeutung. Während der Bearbeitung kann die Wassertemperatur sogar um 20°C steigen, idealerweise soll aber für die Kühlung gesorgt werden, um z.B. die unerwünschte Dehnung von empfindlichen Materialien zu vermeiden. Aktuell arbeitet W. Maurer an der Weiterentwicklung von Mikrowaterjet-Anlagen. Er strebt eine noch höhere Positionierungsgenauigkeit an und ist darüber hinaus dabei, die Stärke des Wasserstrahls auf 0,2 mm zu reduzieren.
