Fraunhofer Institut (ITP) – Testlauf mit Wasserstrahlschneideanlagen von H.G. Ridder
Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie (IPT) ist aktuell dabei, Hochdruck-Wasserstrahlschneideanlagen für die Bearbeitung von innovativen Materialien zu testen und somit das Anwendungsgebiet von dieser Technologie noch mehr zu erweitern. Für diese Aufgabe wurde von dem IPT eine der Anlagen von H.G. Ridder GmbH erworben, die den höchsten technischen Standards entspricht.
Umfangreiche Materialvielfalt
Das erklärte Ziel der Wissenschaftler ist Wasserstrahlschneiden an immer weiteren Materialien auszuprobieren. Dieses Kalttrennverfahren überzeugt zahlreiche Anwender mit geringen Deformationen beim Werkstück, Umweltfreundlichkeit, hoher Geschwindigkeit und Präzision. Mit einem Wasserstrahl lassen sich die unterschiedlichsten Materialien schneiden, sowohl Metalle, als auch Kunststoffe. Je nach Härte und Dicke des Materials wird entweder Reinwasser- oder Abraviswasserstrahlschneiden eingesetzt. Das Verfahren ist schon längst über das einfache Trennen von Materialien hinausgewachsen. Moderne Anlagen, wie z.B. die aus dem Hause H.G. Ridder, beherrschen Wasserstrahlschneiden auf fünf Achsen und sind somit fähig, problemlos komplexe Geometrien zu bearbeiten. Dreidimensionale Werkstücke sind für eine solche Anlage kein Hindernis, egal ob es dabei darum geht Aussparungen einzubringen oder z.B. Durchgangsbohrungen durchzuführen.
Anlagen von H.G. Ridder beim Test im Einsatz
Forscher aus dem IPT haben vor, das Wasserstrahlschneiden von Faserverbundstoffen und Materialien für Luft- und Raumtechnik genauer unter die Lupe zu nehmen, sowie weitere Hochleistungsstoffe für Wasserstrahlschneiden zu erschließen. Dafür wurde „HydroMill“, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt, ins Leben gerufen. Die Anlage von H.G. Ridder, die auf der Basis von Fünf-Achsen-Wasserstrahlschneiden arbeitet und über koaxiale Anordnung von Strahlachse zur Drehachse verfügt, passt optimal für diese Testaufgaben. Den Forschern war außerdem wichtig, dass sich der Drehachsen-Winkel um ± 540° verändert und das sich die Schwenkachse unter dem Winkel von ± 95° anstellen lässt. Diese Parameter verleihen der Anlage genug Flexibilität, um erwünschte Geometrien einwandfrei zu bearbeiten. Neben dem Testen der Anlage sind Wissenschaftler bemüht, auch entsprechende leistungsfähige Software zu entwickeln und die Maschine maximal bedienungsfreundlich zu gestalten. H.G. Ridder, ein modernes Unternehmen aus Hamm, wurde 1980 gegründet und überzeugt mit einem breiten Produktspektrum, sowie mit qualifizierter After-Sale Betreuung. Im Bereich Wasserstrahlschneiden bietet das Unternehmen seinen Kunden aktuell moderne Maschinen aus der Produktserie Waricut HWE, die mit dem Druck von bis zu 6000 bar arbeiten.
